Neubau Funktionsgebäude an der Templerkapelle im OT Mücheln
Vorhabenbeschreibung – Templerkapelle Mücheln – Innenausbau des Funktionsgebäudes (Toilette, Teeküche, Garderobe, Technik und Lager)
Im Jahr 2019 stellte die Stadt Wettin-Löbejün einen Antrag auf Zuwendung von Fördermitteln für das Vorhaben „Templerkapelle Mücheln – Innenausbau des Funktionsgebäudes“ (Toilette, Teeküche, Garderobe, Technik und Lager) gegenüber dem Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Süd. Ziel war es, die vorhandene Gebäuderuine im Ensemble des historischen Tempelrittergutes im Ortsteil Mücheln der Stadt Wettin-Löbejün wiederaufzubauen und so das Umfeld der Templerkapelle und das Erscheinungsbild des Templerhofes aufzuwerten. Dieser Antrag bzw. dieses Vorhaben wurde aus der Sicht der Bau-
und Kunstdenkmalpflege geprüft und genehmigt.
Für die geplante Maßnahme wurde eine Projektförderung im Rahmen der Lokalen Entwicklungsstrategien (LEADER) bei der LAG Unteres Saaletal und Petersberg,
entsprechend der Antragstellung nach der Richtlinie „RELE 2014-2020 Teil D, Dorfentwicklung (FP6315) bewilligt.
Nach Vorlage des Fördermittelbescheides erfolgte am 07.12.2020 der Baubeginn.
Beendet wurde die Baumaßnahme am 01.12.2022, worauf das Gebäude anschließend in die Nutzung übernommen wurde.
Im ersten Bauabschnitt wurden alle baulichen Ergänzungen, die im Laufe der letzten Jahrzehnte in dem Gebäude erfolgten, entfernt und sodann die dann verbleibenden
Mauerwerksteile aus Porphyr-Bruchsteinmauerwerk nach Bedarf instandgesetzt.
Bei der Verfugung des Mauerwerks wurde Kalk-Werksteinmörtel nach historischem Vorbild verwendet. Das Gebäude erhielt nach der Verlegung der Grundleitungen eine neue Bodenplatte. Die bestehende Gründung wurde im Bestand ergänzt. Sowohl die nun vollständige Gründung als auch die verbliebenen Bestandsmauern wurden mit neuen Ziegelwänden aufgemauert und mit einem Ringanker abgeschlossen. Das Gebäude ist unbeheizt und erhält keinen baulichen Wärmeschutz. Im Innenbereich wurde der Grundriss mit Trockenbauwänden in Toiletten (Männer, Frauen und Behinderten-WC) sowie Teeküche, Garderobe, Technik und Lager neu aufgeteilt. Die Bereiche wurden entsprechend der jeweiligen Nutzung gefliest und gemalert.
Zur Nutzung der WC-Anlagen erfolgte der zusätzliche Einbau einer Hebeanlage, mit welcher das Gebäude neu erschlossen wurde. Das Gebäude ist über einen barrierefreien Zugang zu erreichen. Zur Sicherung des Gebäudes wurde eine elektronische Schließanlage eingebaut.
gez. Fachbereich Bauen und Stadtentwicklung