Unsere Kindertagesstätten und Horte
KiTa "Knirpsenland" Lettewitz
Leiterin: Frau Schmidt
Der vorliegende Auszug aus der Konzeption der Kindertageseinrichtung Lettewitz ist mehr als eine bloße Bestandsaufnahme unserer Räumlichkeiten und pädagogischen Programme. Es ist Ausdruck unseres Anspruchs, jedem Kind in unserer Gemeinschaft eine Bildungsbiografie zu ermöglichen, die von Kontinuität, Wertschätzung und Entdeckerfreude geprägt ist.
In einer Welt, die sich stetig wandelt, bilden unsere stabilen Wurzeln im ländlichen Raum von Lettewitz und unsere modernen pädagogischen Ansätze eine Einheit. Seit der Entscheidung, uns im Jahr 2018 dem Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ anzuschließen, haben wir die Qualität unserer Interaktionen und die Teilhabe jedes einzelnen Kindes kontinuierlich weiterentwickelt. Zusammen mit unserer Zertifizierung als „Haus der kleinen Forscher“ schaffen wir ein Umfeld, das sowohl die sprachliche Ausdruckskraft als auch das naturwissenschaftliche Verständnis fördert.
Dieses Exposé soll Ihnen einen detaillierten Einblick in das Zusammenspiel von Pädagogik, Architektur und gelebter Kultur in unserer Einrichtung geben. Mein Team und ich verstehen uns dabei als Begleiter auf einem Weg, der in der Krippe beginnt und die Kinder bis zum Ende ihrer Grundschulzeit stärkt.
Ich lade Sie ein, unseren „Campus für Bildung und Geborgenheit“ kennenzulernen.
Lettewitz, im Februar 2026
Claudia Schmidt
Einrichtungsleitung
Standort
Die Kindertageseinrichtung in Lettewitz, unter der Trägerschaft der Stadt Wettin-Löbejün, versteht sich als ein zentraler Bildungs- und Lebensort im ländlichen Raum. In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Dynamik bietet unser Standort den Kindern einen geschützten Rahmen, in dem Naturerfahrungen und dörfliche Gemeinschaft das Fundament der kindlichen Entwicklung bilden. Unser Leitbild „Gemeinsam die Welt entdecken“ ist dabei gelebte Realität. Mit einer Kapazität von insgesamt 51 Plätzen – aufgeteilt in 15 Krippen-, 26 Kindergarten- und 10 Hortplätze – ermöglichen wir eine kontinuierliche Bildungsbiografie von den ersten Lebensjahren bis zum Ende der Grundschulzeit. Diese Beständigkeit schafft Vertrauen und Sicherheit, sowohl für die Kinder als auch für deren Familien, da belastende Bindungsabbrüche beim Wechsel der Bildungsstufen vermieden werden.
Architektur und Raumkonzept: Der Raum als „Dritter Erzieher“
In der modernen Pädagogik wird der Raum oft als der „dritte Erzieher“ bezeichnet. Diesem hohen Anspruch wird unser Gebäudeensemble in besonderem Maße gerecht, da es die historische Substanz des Ortes mit moderner Architektur verbindet.
Der Krippenneubau: Geborgenheit für die Jüngsten
Der moderne Anbau wurde gezielt für die Bedürfnisse von Kindern unter drei Jahren konzipiert. Hier dominieren helle Räume, bodentiefe Fenster und eine barrierefreie Gestaltung, die den Drang nach Bewegung und explorativem Lernen unterstützt. Die Räumlichkeiten sind so gegliedert, dass sie sowohl Reizschutz als auch Anregung bieten. Ein spezieller Fokus liegt auf den Rückzugsmöglichkeiten für Ruhephasen, die für die sensible Entwicklung in dieser Altersstufe essenziell sind.
Das sanierte Haupthaus: Tradition und Identität
Das historische Haupthaus, das liebevoll saniert wurde, beherbergt die Kindergarten- und Hortkinder. Die Architektur strahlt Wärme und Beständigkeit aus. Hier finden sich verschiedene Funktionsbereiche: von der Bau-Ecke über das Atelier bis hin zu Forscherstationen. Die Räume bieten modernste pädagogische Ausstattung in einem charmanten, geschichtsträchtigen Ambiente. Für die Hortkinder wurden spezifische Zonen geschaffen, die eine klare Trennung zwischen Hausaufgabenbegleitung und aktiver
Der Übergang: Symbol der Transition
Die architektonische Besonderheit unserer Kita ist der Verbindungsgang. Pädagogisch dient er als Symbol für die fließenden Übergänge (Transitionen). Er ermöglicht es den Krippenkindern, bereits frühzeitig Kontakt zu den „Großen“ im Haupthaus aufzunehmen. Transparenz und Offenheit werden hier physisch erlebbar; der Wechsel von der Krippe in den Kindergarten verliert dadurch seinen Schwellencharakter und wird als natürlicher Fortschritt erlebt.
Das Außengelände: Ein differenzierter Bewegungs- und Spielraum
Unser weitläufiges Außengelände ist als zweigeteilter Spielplatz konzipiert, um den unterschiedlichen Entwicklungsbedarfen der Altersgruppen gerecht zu werden.
Der Bereich für Krippenkinder
Hier finden unsere Jüngsten einen geschützten Raum für erste motorische Erfahrungen. Ein Spielhaus mit integrierter Sandkiste lädt zu Rollenspielen und taktilen Erfahrungen ein. Die kleine Kletter- und Tunnelraupe fördert spielerisch die Koordination und das räumliche Vorstellungsvermögen. Zudem stehen verschiedene altersgerechte Fahrzeuge zur Verfügung, die die Mobilität und Freude an der Bewegung unterstützen.
Der Bereich für Kindergarten und Hort
Dieser Teil des Geländes ist auf die Herausforderungen älterer Kinder ausgelegt. Mehrere Kletterkombinationen ermöglichen es, Fähigkeiten im Rutschen, Hangeln und Balancieren zu perfektionieren. Zwei großzügige Sandkisten sowie weitere Spiel- und Sportgeräte bieten Raum für kooperative Spiele und sportliche Wettkämpfe. Auch hier sorgt ein Fuhrpark mit Fahrzeugen für unterschiedliche Altersstufen für Dynamik und Aktivität an der frischen Luft.
Pädagogische Fundamente
Unsere Arbeit orientiert sich am Bildungsprogramm des Landes Sachsen-Anhalt „Bildung:elementar – Bildung von Anfang an“.
Der Situationsbezogene Ansatz in der Praxis
Wir arbeiten nach dem situationsbezogenen Ansatz. Das bedeutet, dass wir Schlüsselsituationen aus dem Leben der Kinder aufgreifen. Wenn beispielsweise die Ernte auf den umliegenden Feldern beginnt, wird dies zum Projekt: Wir untersuchen Getreidesorten, backen Brot und thematisieren den Kreislauf der Natur. Durch diese Lebensweltorientierung stellen wir sicher, dass Lerninhalte für die Kinder eine unmittelbare Bedeutung haben. Partizipation ist dabei ein Kernwert: Die Kinder entscheiden aktiv in Kinderversammlungen, welche Themen sie vertiefen möchten.
Haus der kleinen Forscher: MINT-Bildung
Als zertifizierte Einrichtung fördern wir die natürliche Neugier in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). In unserer Forscher-Ecke und auch auf dem Außengelände gehen wir Fragen nach wie: „Warum schwimmt Holz, aber ein Stein sinkt?“ oder „Wie verändert sich Sand, wenn wir Wasser hinzufügen?“. Dabei geht es um das Erlernen von Methoden: Beobachten, Vermuten, Ausprobieren und Auswerten. Dies stärkt die kognitiven Fähigkeiten und das Selbstvertrauen.
Sprachliche Bildung und Kommunikation
Seit dem Jahr 2018 nehmen wir erfolgreich am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teil. Diese langjährige Verankerung im Programm ermöglicht es uns, sprachliche Bildung nicht als isoliertes Projekt, sondern als festen Bestandteil unseres Alltags zu begreifen.
Alltagsintegrierte Sprachförderung
In jedem Moment – beim gemeinsamen Essen, beim Anziehen oder beim Spiel – begleiten wir die Handlungen sprachlich. Wir nutzen die dialogische Leseförderung und schaffen eine Umgebung, die reich an Sprechanlässen ist. Durch die kontinuierliche Qualifizierung unseres Teams seit 2018 verfügen wir über eine hohe Expertise in der Begleitung kindlicher Sprachprozesse. Durch Ausflüge in die Thalia-Buchhandlung erweitern wir stetig das Repertoire in unseren Leseecken. Unser „Bücherkoffer“ zieht regelmäßig durch die Familien.
Inklusion und Beratung
Das Programm ermöglicht es uns zudem, die Zusammenarbeit mit den Familien zu intensivieren. Wir verstehen uns als Partner der Eltern und beraten sie dabei, wie sie die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder auch zu Hause spielerisch unterstützen können. Vielfalt wird bei uns als Bereicherung verstanden.
Kulturelle Teilhabe und regionale Vernetzung
Ein Alleinstellungsmerkmal unserer Einrichtung ist die intensive Nutzung kultureller Angebote. Bildung findet für uns auch „außer Haus“ statt, um den Kindern vielfältige Perspektiven auf die Welt zu eröffnen:
- Ästhetik und Kunst: Besuche von Kinderkonzerten, Puppentheatern und der jährlichen Weihnachtsrevue im Steintor Halle sensibilisieren die Kinder für Musik und Kunst
- Literatur: Durch Kooperationen mit Bibliotheken und Buchhandlungen vermitteln wir frühzeitig Freude an Literatur und am geschriebenen Wort
- Natur und Sport: Exkursionen in die nähere Umgebung auf Wiesen und Felder, in den Tierpark auf den Petersberg oder den Zoo in Halle fördern das Verständnis für Biologie, während regelmäßige Sportangebote, die Teilnahme an der Kinderolympiade des Kreissportbundes, Besuche in der Eissporthalle die motorische Ausdauer und Koordination sowie Wettkampfcharakter auf besondere Weise schulen
Die Kindertageseinrichtung „Knirpsenland“ in Lettewitz ist ein Ort, an dem Tradition und Innovation Hand in Hand gehen. Durch die Kombination aus einer naturnahen Atmosphäre, einer durchdachten Architektur mit differenzierten Außenbereichen und der langjährigen Expertise in Bundes- und Landesprogrammen bieten wir eine Betreuungsqualität auf höchstem Niveau.
Unser Ziel bleibt es, jedes Kind in seiner Einzigartigkeit zu stärken und es optimal auf seinen weiteren Lebensweg vorzubereiten.
Adresse
Leiterin: Frau Schmidt
Teichstr. 1 a
06193 Wettin-Löbejün OT Neutz-Lettewitz
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Zusätzliche Informationen
Öffnungszeiten/Sprechzeiten
Montag bis Freitag von 06.00 bis 16.30 Uhr