Rötelnprophylaxe, Prävention
Seit Anfang der 80-er Jahre wird die aktive Immunisierung (Impfung) bei allen Kindern - unabhängig vom Geschlecht - empfohlen. Nach Empfehlung des Robert-Koch-Instituts erfolgt sie gemeinsam mit der Masern-Mumps-Schutzimpfung als Mumps-Maser-Röteln-Impfung im 2. Lebensjahr und wird im 10. bis 14. Lebensjahr aufgefrischt. Vor einer geplanten Schwangerschaft sollte bei Frauen in jedem Fall die im Blut zirkulierende Menge an Röteln-Antikörpern kontrolliert werden. Ist der Spiegel (Titer) zu niedrig, sollte vor der cSchwangerschaft noch geimpft werden. Ist die Frau schon schwanger, kann eine aktive Immunisierung nicht mehr erfolgen. Wenn nun eine schwangere Frau Kontakt mit einer an Röteln erkrankten Person hatte und nicht genügend Röteln-Abwehrkörper im Blut nachweisbar sind, sollte innerhalb von 4 Tagen eine passive Immunisierung Rötelnhyperimmunglobulin erfolgen, die beim Verdacht auf eine Infektion vor der 6. Schwangerschaftswoche nach 6 Wochen wiederholt werden muss. Der Schutz dieser Impfung wird von einigen Wissenschaftlern als nicht erwiesen angesehen.
zurück