Apoplex

Beschreibung 
Ein Apoplex ist eine Durchblutungsstörung des Gehirns. Die Nervenzellen in dem nicht mehr durchbluteten Gebiet stellen schlagartig (deshalb Schlaganfall) ihre Funktion ein und verursachen dadurch neurologische Ausfälle. Die Art dieser Ausfälle hängt davon ab, welcher Teil des Gehirns betroffen ist. Das klinische Bild kann sehr vielgestaltig sein: Lähmungen, Empfindungsstörungen, Sprachstärungen, Sehstörungen, Bewußtseinsverlust, Gedächtnisstörungen etc.. Je nachdem, wie lange die Durchblutungsstörung anhält, können sich die Symptome innerhalb von 24 Stunden vollständig zurückbilden oder die Nervenzellen sterben ab und es verbleiben neurologische Ausfälle.

Bei welchem Geschlecht tritt die Krankheit auf 
Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Mit zunehmendem Alter flachen die Geschlechtsunterschiede jedoch ab.
 
In welchem Alter tritt die Krankheit auf 
Mit zunehmendem Alter steigt das Schlaganfall-Risiko. Der Altersgipfel liegt zwischen dem 70. und 80. Lebensjahr.
 
Häufigkeit 
Pro Jahr treten in den meisten Industrieländern durchschnittlich 250 bis 350 Schlaganfälle auf pro 100000 Einwohnern
 
Ursachen 
Häufigste Ursachen sind erhöter Blutdruck und die damit verbundene Gefäßverkalkung (Arteriosklerose). Risikofaktoren für beides sind ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus, höheres Lebensalter, Alkoholismus, Übergewicht, starkes Rauchen und die Einnahme von Ovulationshemmern ("Pille"). Aus der verhärteten Wand der verkalkten Gefäße lösen sich kleinere oder größere Plaques. Sie gelangen mit dem Blutstrom ins Gehirn und verstopfen dortigen Gefäße und führen somit zur verminderten Hirndurchblutung. Weitere Ursachen des Apoplexes können arterielle Embolien sein. Kommt es im Kreislauf zu einer Strömungsverlangsamung, bilden sich Gerinnsel, z.B. im linken Herzvorhof bei Herzrhythmusstörungen oder Linksherzinsuffizienz (vermiderte Leistungsfähigkeit des linken Herzens). Löst sich das Gerinnsel, kann es ebenfalls mit dem Blutstrom ins Gehirn gelangen und dort ein Gefäß verstopfen.
 
Symptome 
Die Symptome hängen davon ab, in welchem Teil des Gehirns die Durchblutung gestört ist. Das klinische Bild ist sehr vielgestaltig: Lähmungen, Empfindungsstörungen, Sprachstärungen, Sehstörungen, Bewußtseinsverlust, Gedächtnisstörungen bis hin zum sofortigen Tod. Je nachdem, wie lange die Durchblutungsstörung anhält, können sich die Symptome innerhalb von 24 Stunden vollständig zurückbilden oder die Nervenzellen sterben ab und es verbleiben neurologische Ausfälle.
 
Verlauf 
Der Apoplex setzt schlagartig ein (Schlaganfall !).Es gibt allerdings im Vorfeld oft diskrete Zeichen, die einen drohenden Apoplex ankündigen. Dazu gehören: Merkschwäche, Unruhe, depressive Verstimmung, Stimmungsschwankungen, Weitschweifigkeit, Kopfschmerzen und Schwindel. Der Schlaganfall verläuft individuell sehr unterschiedlich. Die gesamte Symptomatik kann sich innerhalb von 24 Stunden vollständig zurückbilden ohne irgendwelche Ausfälle zu hinterlassen (TIA). Gefährlich ist die hohe Wahrscheinlichkeit der Rezidive: ein Viertel der Patienten erleidet innerhalb von 5 Jahren einen Hirn- oder Herzinfarkt. Die Rückbildung kann bis zu 3 Wochen erfolgen ohne Ausfälle zu hinterlassen (PRINT). Nicht selten bleiben jedoch nach einem Schlaganfall neurologische Störungen zurück, die sich unter konsequenter Physiotherapie und Logopädie in den meisten Fällen zwar bessern, aber dennoch verbleiben. Zu diesen Störungen gehören: Sprachstörungen, Sehstörungen, Wesensveränderungen, Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit, Lähmungen.
 
Komplikationen 
Oft bleiben nach einem Schlaganfall neurologische Störungen zurück. Zu diesen Störungen gehören: Sprachstörungen, Sehstörungen, Wesensveränderungen, Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit, Lähmungen.

Prognose 
Schlaganfälle haben eine äußerst ungünstige Prognose. Die durch den Schlaganfall ausgelösten neurologischen Ausfälle können sich zwar komplett zurüchbilden, bei 25% der Patienten tritt jedoch innerhalb von 5 Jahren ein wieder Hirn- oder Herzinfarkt auf. Oft verbleiben die Störungen (Sprachstörungen, Sehstörungen, Wesensveränderungen, Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit, Lähmungen), sodaß ca. zwei Drittel der Betroffenen danach erwerbs- oder berufsunfähig sind. Ein Drittel bleibt danach sogar pflegebedürftig.
 
Meldepflicht 
nein
 

 

zurück